Didaktik der Mathematik | Humboldt-Universität Berlin
Mathematik und ihre Didaktik

Berliner Seminar

Mathematik und ihre Didaktik

Vorträge im Sommersemester 2013

Das komplette Programm ist hier nachzulesen bzw. steht als Download bereit.

Die Beiträge dieser Vortragsreihe umfassen aktuelle, mathematikdidaktische Themen aller Schulstufen und richten sich an Lehrende der Universitäten, Lehrer, Referendare und Studierende.

Möchten Sie jeweils ca. 14 Tage vor dem nächsten Seminartermin per e-Mail informiert werden? Schreiben Sie einfach eine kurze e-Mail an berliner-seminar-didaktik@math.hu-berlin.de.

27.05.2013: Michael Katzenbach (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen)

Ort: Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, 10099 Berlin, Raum 2014 A, Beginn: 16.15 Uhr

Alle Jahre wieder – Vergleichsarbeiten Mathematik Sekundarstufe I

Welche Unterstützung für Schulen kann damit verbunden werden? Was kann Vera nicht leisten?
Seit 2009 werden in fast allen Bundesländern Vergleichsarbeiten in der Primarstufe und in der Sekundarstufe in mehreren Fächern geschrieben. Den Auftrag zur Entwicklung und wissenschaftlichen Erprobung von Aufgaben sowie zur Zusammenstellung von Vergleichsarbeiten auf drei Schwierigkeitsniveaus haben die Länder an das IQB gegeben. Der Vorlauf für eine Vergleichsarbeit umfasst ca. zwei Jahre. In vielen Phasen sind Lehrkräfte beteiligt.
Im Vortrag werden die verschiedenen Schritte zur Erstellung der Vergleichsarbeiten dargestellt, insbesondere die bundesweite Erprobung von entwickelten Aufgaben, an der ca. 3000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, und die Qualitätskriterien für die darauf folgende Aufgabenauswahl. In einem weiteren Teil geht es um Nutzungsmöglichkeiten der schulischen Ergebnisse, der Aufgaben und der Begleitmaterialien für die weitere Arbeit in der Fachkonferenz und im Unterricht.
Ein Instrument wie Vera kann nicht den gesamten Unterstützungsbedarf für Lehrkräfte in der Lernbegleitung von Schülerinnen und Schülern abdecken. Überlegungen zur Einbindung von Vera in ein Unterstützungssystem für Schulen sollen auch die folgende Diskussion anregen.

Gemeinsames Kolloquium der Universität Potsdam, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin

14.05.2013: 100. Kolloquium zur Didaktik der Mathematik an der Universität Potsdam

Ort: Univ. Potsdam, Institut für Mathematik, Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam, Haus 8, Raum 0.59

15.00 Uhr: Prof. Dr. Volker Ladenthin (Bonner Zentrum für Lehrerbildung)

Mathematik und Bildung

Die Mathematik repräsentiert einen wesentlichen Bereich unserer Kultur und hat sich zugleich, merkwürdigerweise, mit erheblichen Akzeptanzproblemen auseinanderzusetzen. Sie gilt als „schwierig“, obwohl sie das Leben zu ordnen und zu vereinfachen verspricht. Sie gilt als „abstrakt“, obwohl sie den Alltag bis in konkrete Details bestimmt. Sie gilt als unzugänglich, obwohl man kaum mehr als einen Stift
und einen Zettel braucht, um sie zu betreiben. Sie gilt als „reinste“ aller Wissenschaften, zugleich war (und ist) sie Kosmologie und Weltanschauung und im Zuge der Ökonomisierung der Politik und der Quantifizierung der Sozialwissenschaften hochpolitisch und für das Zusammenleben in der Gesellschaft
„maß“-geblich. All diese Bilder der Mathematik sind vorhanden – aber wie kann man sie ordnen, gewichten und bewerten. Kurz: Welche Bedeutung hat die Mathematik heute für die Bildung des Menschen?

16.30 Uhr: Prof. Dr. Peter Gallin (Zürich)

Vom Sinn des Mathematikunterrichts

Fachleute in Mathematik haben häufig die Eigenart, dass sie gerne ihren Berufskollegen mathematische Probleme oder Rätsel stellen. Es gibt wohl keine andere Berufsgattung, wo das üblich ist. Es zeigt sich, dass besonders in der Mathematik die Eigentätigkeit eine ganz zentrale Rolle spielt. Nichts ist frevlerisch er als den Kollegen gleich auch die Lösung zu verraten. Der Prozess des Bearbeitens einer Fragestellung ist das eigentliche Ziel, das persönlich Sinnstiftende in der Mathematik und weniger die Kenntnis von Ergebnissen. Soll diese Sinnhaftigkeit des Mathematiktreibens denn den Fachleuten allein vorbehalten sein? Wie kann man als Lehrerin oder Lehrer Sinn im Mathematikunterricht stiften, und zwar im Hier und
Jetzt, ohne auf die ferne berufliche Zukunft oder die Nützlichkeit der Mathematik zu verweisen? Kurz: Wie kann die kreative Eigentätigkeit im Mathematikunterricht initiiert und am Leben erhalten werden?

06.05.2013: Marilyn Holmes (University of Otago College of Education, Neuseeland)

Ort: Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, 10099 Berlin, Raum 2014 A, Beginn: 16.15 Uhr

Identification and Response to Children’s Learning Needs

Marilyn Holmes will give an overview of the numeracy project in New Zealand which had a core focus of raising children’s achievement through raising teacher capability. The three key components will be discussed:

  • New Zealand Numeracy Framework,
  • diagnostic interview and the
  • strategy teaching model.

Clips of two children in the same class will be shown so that participants can see how a teacher would need to differentiate planning of mathematics lessons to teach to their needs.

Gäste sind herzlich willkommen!

Prof. Dr. J. Kramer
Prof. Dr. A. Filler
Prof. Dr. M. Vollstedt
Prof. Dr. B. Lutz-Westphal